Galerie Gisèle Linder
Galerie Gisèle Linder GmbH
Elisabethenstrasse 54
CH-4051 Basel
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URSULA PALLA TALKING TO THE MOON
20.01.–10.03.2018

Zum Jahresbeginn zeigt die Galerie Gisèle Linder eine Ausstellung der Schweizer Künstlerin Ursula Palla. Mit ihren Arbeiten kreiert sie Welten und Figuren von zauberhafter Unschuld, die etwas unglaublich Nahbares an sich haben. Gibt man sich der einnehmenden Sinnestäuschung hin, kommt schon bald ein Gefühl von Beklemmung auf, das sich bis zur Fassungslosigkeit steigern kann.

In Talking to the moon erzählen die Werke vom Streben nach Glück und von unerfüllten Träumen. Für die Konstruktion der ‚kleinen‘ Paradiese und Sehnsuchtsorte wird einiges in Kauf genommen, ob Kultur oder Natur, vieles wird dem schnellen Glück geopfert.

In der Videoarbeit Porzellan sind arbeitende Hände zu sehen, welche Unmögliches zu leisten haben. Unermüdlich wird Geschirr zu einem Turm aufgestapelt, bis dieser gefährlich zu schwanken droht und klirrend in sich zusammenfällt.

Die Videoarbeit elephant’s breath zeigt einen Elefanten. Das einstmals mächtige und vor Kraft strotzende Tier verharrt in einer immer gleichen Position und wird zur Bewegungslosigkeit verdammt. Die in 6 Segmente aufgeteilten Videobilder verleihen dem Elefanten etwas unerträglich Zerbrechliches, das Tier wird seiner Ganzheit beraubt und bleibt in den vom Menschen gesetzten Grenzen eingeschlossen.

Mit der interaktiven Installation sunflowers, welche sich auf die gleichnamige Werkserie von van Gogh bezieht, wird die heutige, oft romantisch anmutende Bildkultur der Natur wird zur Debatte gestellt. Ein am Fenster angebrachter Sonnenkollektor steuert das Videobild, d.h. an düsteren Tagen welken die Blumen und an sonnigen Tagen ist ein grosser blühender Strauss zu sehen. Die Installation zeigt uns, dass wir trotz bester Technologie nach wie vor abhängig von der Natur sind.

Curators : Marina Huonker und Gisèle Linder
Marina Huonker, Januar 2018